Sanierung Schnellfahrstrecke

28 Jahren nach Inbetriebnahme ist es erforderlich, die Schnellfahrstrecke Mannheim – Stuttgart auf die gesamte Länge von 99 km zu erneuern. Die Strecke verläuft teils auf aufgeschütteten Dämmen teils in ausgebaggerten Einschnitten, führt immer wieder über kurze Bauwerke, aber auch über lange Talbrücken und durchquert viele kurze und bis zu knapp 7 km lange Tunnel. In einer 205-tägigen Vollsperrung von Mitte April 2020 bis Ende Oktober 2020 werden für ein Kostenvolumen von 183 Millionen Euro alle Schienen erneuert, 300.000 neue Schwellen verlegt, 440.000 Tonnen Schotter gereinigt/erneuert sowie 54 Weichen rückgebaut und durch neue Weichen ersetzt. Die Arbeiten werden mit verschiedenen Großbaumaschinen durchgeführt. Hierzu waren auch umfangreiche Vorarbeiten erforderlich und ab November 2020 müssen zahlreiche Nacharbeiten ausgeführt werden. Die Gesamtstrecke ist bezüglich der Überwachung der Oberbau- und Fahrbahnarbeiten in drei ca. gleich große Abschnitte aufgeteilt.

 

Die KMS Bauüberwachung GmbH wurde von der DB Netz AG mit der Überwachung der Ausführungsarbeiten von 2 Losen von Baubeginn in Mannheim auf eine Länge von ungefähr 60 km bis Kraichtal beauftragt. Die Bauüberwachungsaufgaben sind die Überwachung der vertragsgerechten Ausführung einschließlich Nachtragsmanagement und umweltfachliche Bauüberwachung, die betriebliche- und die Sicherungsüberwachung sowie die Überwachung gemäß Verwaltungsvorschrift des Eisenbahnbundesamtes. 

 

Hierzu wurde KMS verpflichtet, ein temporäres Baubüro in der Nähe der Schnellfahrstrecke einzurichten. Seit dem 02.01.2020 ist dieses Baubüro in 68753 Waghäusel, Bruchsaler Str. 22  in Betrieb. Zur Abwicklung der Nacharbeiten ab November 2020 stehen die Räumlichkeiten bis Ende März 2021 zur Verfügung.

 

Informationen und Berichte zum Verlauf der Ausführungsarbeiten findet man in Kürze unter Projekte.